
Mozart-Messe in c-Moll
Konzert-Ereignis in der Offenen Kirche St. Nikolai
Übersicht aller NachrichtenWolfgang Amadeus Mozart hat in seinem Leben 18 Messen komponiert, die meisten im Auftrag eines Kirchenfürsten und eher kurz gehalten. Im Gegensatz dazu steht seine monumentale „Große Messe in c-Moll“, die in der Offenen Kirche St. Nikolai in Kiel zur Aufführung kommt: am Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr. Auf dem Konzertprogramm stehen außerdem der 98. Psalm von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie dessen Orgelsonate Nr. 6. Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Volkmar Zehner musiziert der SanktNikolaiChor zusammen mit namhaften Vokalsolisten, dem Organisten Daniel Kirchmann sowie Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Kiel. Die Eintrittskarten kosten zwischen 5 und 39 Euro. Sie sind im Vorverkauf in Kiel bei Ruth König Klassik erhältlich, im Internet unter st-nikolai-kiel.reservix.de und an der Abendkasse.
Über die Entstehung von Mozarts Messe in c-Moll ranken sich verschiedene Geschichten. In einem Brief, den der Komponist an seinen Vater im Jahr 1783 schreibt, erwähnt er ein Gelöbnis. Als Dank für die Genesung seiner Frau Constanze wolle er eine Messe vertonen. Mozart sollte sie nie vollenden. Es existieren das Kyrie, Gloria, Sanctus und Benedictus. Beim Credo ist Mozart jedoch nur bis zu Textzeile „Et incarnatus est“ gekommen. Eine Besonderheit dieser ersten und letzten Messe, die Mozart ohne Auftrag komponierte, ist, wie ausnehmend schön er die Solostimme des 1. Soprans gestaltete. In der Uraufführung 1783 übernahm seine junge Ehefrau diesen Part. Kompositorische Meisterschaft und die Liebe zu seiner Constanze verbinden sich in diesen Nummern auf das Schönste.
Als „Mozart des 19. Jahrhunderts“ ist Felix Mendelssohn Bartholdy einmal von seinem Komponistenkollegen Robert Schumann bezeichnet worden. Ob dem so ist, davon kann sich das Konzertpublikum in der Offenen Kirche St. Nikolai selbst ein Bild machen. Der SanktNikolaiChor führt an diesem Konzertabend seine Psalmvertonung „Der 98. Psalm - Singet dem Herrn ein neues Lied“ auf. Das Werk entstand zu Neujahr 1844 für den Berliner Dom. Ebenso zu hören ist Mendelssohns Orgelsonate Nr.6. Sie setzt sich mit dem lutherischen Choral „Vater unser im Himmelreich“ und dem Erbe Johann Sebastian Bachs auseinander. Gleichzeitig zeigt Mendelssohn darin eigene, neue Wege in der Komposition für Orgel auf.
An der Seite des SanktNikolaiChors brilliert ein namhaftes Solistenquartett: Anna Nesyba und Cornelia Samuelis (Sopran), Florian Sievers (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass). Allesamt sind sie gefragte Interpreten auf nationalen wie internationalen Bühnen und bei CD-Produktionen. Darüber hinaus spielen Mitglieder und Gäste des Philharmonischen Orchesters Kiel, sowie an der Orgel der Kieler Universitätsmusikdirektor Daniel Kirchmann.
Jürgen Schindler,


