P. Felix Meyer-Zurwelle, Sohn Pepe und Propst i. R. Stefan Block (v. l.)
© Jürgen Schindler
Kirchbarkaus P. Felix Meyer-Zurwelle, sein Sohn Pepe und Propst i. R. Stefan Block (v. l.) bringen die ersten Pflanzen in den Boden.

Kirchenkreis unterstützt Knick

Knick für Klima- und Artenschutz in Kirchbarkau

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Ein Projekt für Klimaschutz und Artenvielfalt hat sich die Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Katharinen Kirchbarkau vorgenommen. Auf einem Acker in der Gegend von Bothkamp entsteht derzeit ein rund 80 Meter langer Knick. Er trennt nicht nur zwei Stück Land, die die Kirchengemeinde verpachtet hat, sondern ist so etwas wie ein Laufsteg für Amphibien. Darüber gelangen Kröten und Co. geschützt zu einem Tümpel, ohne sofort von ihren Feinden bemerkt und aufgefressen zu werden.

Mit knapp 9000 Euro finanziert der Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein dieses Projekt aus seiner Klimaschutzrücklage. Denn wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge speichert ein Knick ähnlich viel klimaschädliches CO2 wie ein entsprechend großes Stück Wald.

Die Initiative, einen neuen Knick anzulegen, kam von Stefan Block, ehemaliger Propst des Kirchenkreises Altholstein und selbst Kirchbarkauer. Daraufhin machte sich der Land- und Umweltausschuss des Kirchengemeinderates auf die Suche, wo sich die Idee sinnvoll verwirklichen ließ. Außerdem holte man die Landpächter ins Boot, die den Knick in Zukunft auch pflegen werden.

Derzeit bringt die Kirchengemeinde Kirchbarkau die ersten Pflanzen in Erde. Annährend 250 Büsche und Sträucher sollen es werden, drei kleinere Bäume kommen noch hinzu.

Der Kirchenkreis Altholstein hofft, dass dieses Leuchtturmprojekt Schule macht und freut sich, wenn weitere Kirchengemeinden dem guten Beispiel folgen.

Jürgen Schindler,