
Pastorin Simone Pottmann verlässt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kaltenkirchen, um in Neumünster Pröpstin im Kirchenkreis Altholstein zu werden. Am Sonntag, 19. Oktober wird sie von Pastor Christian Kröger als stellvertretendem Propst in der Michaeliskirche verabschiedet.
15 Jahre hat die gebürtige Rheinländerin in Kaltenkirchen und Alveslohe gearbeitet, gepredigt und im Kirchengemeinderat viele Fäden in der Hand gehalten. „Ich habe immer versucht, diese verschiedenen Fäden zusammen- und zu Ende zu bringen. Manche sind noch offen.“
Dennoch verlasse sie eine gut aufgestellte Gemeinde: „Die verschiedenen Gruppen arbeiten gut zusammen. Ich wünsche ihnen Zuversicht und Segen, auch in Zeiten, wo sich vieles ändert.“ Besonderer Dank zum Abschied gehe an ihr Team vor Ort. Eine Freude sei es, zu sehen, wie das Gemeindeensemble, wie sie es nennt, rund um die Michaeliskirche sich zukunftsfit erweitere. Die Grundsteinlegung des klimaneutralen Neubaus am Gemeindehaus Michaelis beispielsweise hat Simone Pottmann nach langer Planung noch miterlebt. „Vielleicht werde ich als Pröpstin dann ja zur Eröffnung eingeladen“, meint sie lachend.
Seit 2010 hat die Pastorin in der Kirchengemeinde Kaltenkirchen ein gutes halbes Dutzend Vikarinnen und Vikare ausgebildet, Konfirmanden, Senioren und Kitas begleitet, sowie unzählige Gottesdienste gefeiert, Trauungen, Taufen und Beerdigungen vorgenommen. Aber auch die Gremienarbeit lag ihr am Herzen, nicht zuletzt als Vizepräses der Kirchenkreissynode. „Meine Arbeit als Seelsorgerin liebe ich, aber ich mag auch den organisatorischen Teil“, erklärt die 56-Jährige.
Personalfragen, Kommunikation, Verwaltung – diese Aufgaben sind ihr also nicht neu und erwarten sie vermehrt als Pröpstin, als leitende Geistliche im Kirchenkreis Altholstein. Am 1. November wird sie von Bischöfin Nora Steen in der Neumünsteraner Anscharkirche eingeführt. Auch der Umzug ins dortige Pastorat ist schon im Gange: „Vermissen werde ich viele, viele Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind“, erklärt Simone Pottmann, „und auch das dörfliche Leben in Alveslohe.“ Von ihren Schafen hat sie sich bereits verabschiedet, die zwei Hunde und ihr Mann ziehen mit nach Neumünster. Diesen Sommer haben sie besonders viele und lange Waldspaziergänge genossen. „Das lieben wir sehr und müssen uns die Wege in der neuen Stadt dann erst einmal suchen.“
Stefanie Rasmussen-Brodersen,


