Nachfolge - Wem will ich wirklich folgen?

Johannes Hacker

© Jürgen Schindler

von Pastor Johannes Hacker, Luther-Kirchengemeinde Neumünster


Am Vorabend der Bundestagswahl stellt sich eine entscheidende Frage: Wem will ich wirklich nachfolgen? Politiker kommen und gehen, Programme ändern sich – doch als Christ weiß ich, dass meine tiefste Orientierung nicht von Menschen oder Parteien abhängt. Meine erste und wichtigste Nachfolge gilt Jesus Christus.

Jesus fordert in Lukas 9,23 alle Menschen klar heraus: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ Das klingt unbequem, ist aber der Weg zu wahrem Leben.

Nachfolge bedeutet damit nicht, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Jesus Christus. Es bedeutet, seinem Vorbild zu folgen und für andere da zu sein, mit anzupacken und Verantwortung zu übernehmen. Es geht auch darum, seine Werte, wie Liebe, Demut, Barmherzigkeit und Gehorsam gegenüber Gott, in das eigene Leben zu integrieren.

Letztlich heißt Jesus nachfolgen, sich nicht von Angst oder Egoismus leiten zu lassen, sondern auf Gott zu vertrauen – im Leben und im Sterben. Es bedeutet, diese christliche Hoffnung weiterzugeben, sich auf Gottes Gerechtigkeit zu verlassen und aktiv mitzugestalten, wo wir können.

Morgen treffen wir eine politische Wahl, aber jeden Tag treffen wir eine noch viel wichtigere Entscheidung: Wem folge ich in meinem Leben?